PETER KREISKY_Europa Gespräch 1: Die Zukunft der österreichischen Sozialdemokratie

Mit: Barbara Blaha (Autorin, ehemalige Vorsitzende der ÖH), Stephan Schulmeister (Ökonom), Tamara Ehs (Politikwissenschaftlerin) und Walter Baier (transform! europe)

Moderation: Eva Brenner

Mittwoch, 26. April 2017, 19.00 Uhr

transform! Lokal, Gusshausstrasse 14/3, 1040 Wien

Der Österreicher ist ein Mensch, der voller Optimismus in die Vergangenheit blickt, ätzte Karl Farkas. Trifft das in besonderem Maß auf die Sozialdemokratie zu? Mit Christian Kern wollte man zu neuen Ufern aufbrechen. Um dies zu dokumentieren, ließ dieser die Erarbeitung eines neuen Parteiprogramms stoppen und präsentierte seinen „Plan A für Österreich“. Welche Bilanz lässt sich nach einem Jahr ziehen? Wie lassen sich die in seiner Verantwortung immer restriktivere Migrationspolitik SPÖ und sozialdemokratische Grundwerte vereinen? Die Sozialdemokratie steht nicht nur in Österreich vor ernsten Problemen. In den Niederlanden wurden sie im März zur Kleinpartei reduziert, dem französischen Sozialisten Benoît Hamon droht eine herbe Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen. Selbst in Deutschland bestehen nach der Wahl im Saarland Zweifel am Schulz-Effekt. Braucht Europa überhaupt eine Sozialdemokratie, die sich dem neoliberalen Zeitgeist anpasst? Gibt es Beispiele für erfolgreichere, andere Strategien sozialdemokratischer und sozialistischer Parteien? Kann die nicht-sozialdemokratische Linke die Krise der Sozialdemokratie als quasi unbeteiligte Beobachterin verfolgen? Und was bedeutet sie für die Möglichkeit, eine Alternative zum Neoliberalismus in den Staaten und in Europa durchzusetzen?

PETER KREISKY_Europa-Gespräch_Spezial: „Den Bruch wagen“