MARIJA

Theaterdiskurs über eine Revolution

Performance Projekt der FLEISCHEREI_mobil zum 100-jährigem Jubiläum der Russischen Revolution nach dem Stück von Isaak Babel

 

Auftakt: „Socialism Street Academy“, 18:00 – 19:00, Gaußplatz bzw. Brick-5 Hof

Performance Beginn: 19:30

 

Premiere: Fr. 27.10. 2017, 19:30 Perinetkeller, Perinetgasse 1, 1200 Wien

Weitere Vorstellungen: Sa 28., So. 29. 10. 2017, 19:30 Perinetkeller

Do 9. –Sa., 11. 11. 2017, 19:30 Brick-5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien

Eintritt: Freie Spende (€ 10.–/15.-)

Um Vorreservierung wird gebeten!
(Reservierungen: 0699/19900952, office(at)experimentaltheater(dot)com)

Der Perinetkeller ist nicht barrierefrei zugänglich!
Bei Schlechtwetter findet der Auftakt in den jeweiligen Veranstaltungsräumen: Perinetkeller/Brick-5 statt.

In Kooperation mit Perinetkeller (1200), Kulturcafé Siebenstern (1070) & Brick5 (1150), KPÖ (1140), transform!europe (1040), Frauenbildungsstätte Frauenhetz (1030) 

 
Regie/Raum: Eva Brenner (A/USA), Technik/Licht: Richard Bruzek (A), Regieassistenz: Thomas Perle (D, RO), Kostüme: Markus Kuscher (A), Performance: Michaela Adelberger (D), Rremi Brandner (A), Constance Hyrohs (A), Kari Rakkola (FIN), Sybille Starkbaum (A)Musik: Martina Cizek (A), Produktionsleitung: Andrea Munninger (A), Assistenz: Clara Siersch (A), Ivan Pantelic(RS)

Das Projekt – Wie könnte eine gelungene Revolution heute aussehen?

Aus Anlass des 100.  Jubiläums der Russischen Revolution präsentiert das Kollektiv der FLEISCHEREI_mobil das zweiteilige Performance-Projekt MARIJA, ein theatrales Experiment zwischen Performance und Diskurs, Theater und Revolution – im kürzlich eröffneten Perinetkeller im 20. Gemeindebezirk, dem ehemaligen Atelier der Wiener Aktionisten und im Brick-5. Mit prophetischer Weitsicht schildert Babel  wie Revolutionen das Gefüge der alten Welt ins Chaos stürzen und neue Klassen den Plan betreten. Die Attraktion des Stücks, das im  bürgerkriegsgeschüttelten Petrograd spielt: die Revolutionärin Marija tritt niemals auf, ihre Familie erlebt den unaufhaltsamen Abstieg, Kriegsgewinnler bereichern sich und die neue Klasse – das Proletariat – schwelgt pathetisch im Siegesrausch und weiß mit ihrer Macht noch wenig anzufangen. 
Der AktionistInnen-Keller liefert den provokanten Rahmen für eine kollektive Befragung zwischen AkteurInnen und Publikum. Sind gelungene Revolutionen heute möglich – und wie könnten sie aussehen?
Den Auftakt bildet die „Socialism Street Academy“ mit informierten Gästen – TheoretikerInnen, AktivistInnen, Revolutionskundige – über Geschichte, Entwicklung und Bedeutung der Russischen Revolution unter Leitung von Eva Brenner,  die jeweils vor jeder Vorstellung zwischen 18 und 19 Uhr auf dem Gaußplatz bzw. dem Hof des Brick-5 tagt.
Die „Socialism Street Academy“ am Do.9.11.2017 findet in Kooperation mit der Kpö und mit transform!europe statt. Der Termin am Sa 11.11.2017 in Kooperation mit der Frauenbildungsstätte Frauenhetz. 

Isaak Babel wurde 1894 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Odessa geboren. Nach seinem Studium in Kiew zog er nach Petrograd, wo er Maxim Gorki kennenlernte und begann Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Weltberühmt wurde er durch seine Erzählzyklen »Die Reiterarmee« und »Geschichten aus Odessa«, in denen er die Realität des Ersten Weltkrieges, sowie des darauffolgenden russischen Bürgerkrieges ungeschönt schildert. Aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber des  sowjetischen Regimes fiel er der stalinistischen Säuberung zum Opfer und wurde 1940 hingerichtet.

Dank an: BKA- Kunst, Kulturamt der Stadt Wien, Bezirksförderung Brigittenau; IODE.Perinetkeller, Brick-5, Kulturzentrum 7*Stern, Direct Marketing, Institut Dr. Schmida, ÖH Uni Wien, transform!europe.