Eva Brenner (A/USA) / Regisseurin, Theater- wissenschaftlerin,
Aktivistin

Geb. 1953 in Wien, ist seit 30 Jahren als freie Theaterschaffende und - Produzentin sowie Theaterwissenschaftlerin in Wien und den USA tätig. Lange Auslandsaufenthalte, u.a. Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich; 1980-1994 in New York (Studium der Performing Arts und Performance Studies, Abschlüsse mit M.A. und Ph.D., Theaterarbeit Off und Off-Off Broadway als Regisseurin und Bühnenbildnerin). Seit 1991 co-künstlerische Leiterin des Experimentaltheaters „Projekt Theater STUDIO", seit 2004 des Theater- und Kunstraums FLEISCHEREI in Wien. Regiearbeiten u.a. bei den Wiener Festwochen, im Stadttheater Klagenfurt, für Graz 2003 (Literaturhaus Graz), das Konzerthaus Wien, dietheater Wien, WUK. Entwicklung neuer Modelle soziotheatraler Arbeit mit dem Konzept „CREATING ALTERNATIVES –theoretische und praktische Erforschung eines „Theater of Empowerment" in Kooperation mit StadtteilvertreterInnen, NGOs, neuen sozialen Bewegungen und div. Zielgruppen (MigrantInnen, Jugendliche, Asylanten). 2002 Mitbegründerin des internationalen SCHIELEfestivals Neulengbach (NÖ), das 2007 erstmals die Stadt Tulln (NÖ) einbezieht sowie 2003 ILeMOUVANTE auf der Insel Korsika, Frankreich. Seit 2008 Entwicklung soziotheatraler Prozessionen im öffentlichen Raum, erstmals intensive Beschäftigung und Zusammenarbeit mit AslywerberInnen. 2009 Regiearbeit zu Heiner Müllers „Hamletmaschine" mit Schauspielerlern, schwarzen und Latino Jugendlichen in New York (Castillo Theater). Seit 2004 ausgedehnte Reisen nach Israel, Polen, Italien, Frankreich und die USA für Vorarbeiten kommender Austauschprojekte. Seit 2009 wieder Regiearbeiten in New York (zuletzt HAMLETMACHINE von Heiner Müller, Sommer 2009) sowie Vorträge und Gastspiele in Spanien, den USA und Israel (zuletzt eine Bachmann-Celan Performance nach der 2008 erschienen Korrespondenz). Im Herbst 2013 erschien ihr Buch ANPASSUNG oder WIDERSTAND. Freies Theater heute. vom Verlust der Vielfalt (Promedia, Wien) über die Folgen der Wiener Theaterreform und ihre Theaterarbeit. Vorträge im In- und Ausland an Universitäten und bei Kulturorganisationen zu politischem Theater, Performance und Theater und Migration. Seit 2006 acht Ausgaben von AUF ACHSE, Signature-Projekts mit Flüchtlingen und MigrantInnen, zehn  theatrale Versionen nach Jura Soyfers Romanfagment „SO STARB EINE PARTEI“, eine szenische Installation nach Jean Zieglers Rede „Aufstand des Gewissens, eine Dramatisierung der Soziografischen Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“, zwei Performances nach Texten von Paul Celan, Ingeborg Bachmann und Ilana Shmueli, zwei Uraufführungen nach Texten von Elfriede Gerstl sowie ein einjähriges Flüchtlingsprojekt in NÖ mit dem neu gegründeten Ensemble Zauberwald.