Mit akzentuierter Wachstums- und Atomenergiekritik ­forderte Peter Kreisky radikal-demokratische Politikansätze für die Zukunft, die aktueller sind denn je. Die Zusammenschau Kreiskyscher Texte zu Politik und Zeitgeschichte mit elf be­gleitenden Beiträgen aus heutiger Sicht rücken Peter ­Kreiskys visionäres Denken und Handeln an den Rändern ­linker Bewegungen, seinen Kampf gegen Rassismus, Sexismus, Fundamentalismus in den Fokus und lassen Umrisse einer politischen Theorie erkennen.
Der Sammelband – AutorInnen sind u. a. Irmtraut Karlsson, Oliver Rathkolb, Walter Baier, Michael Genner – erlaubt in Zeiten des politischen Übergangs und der großen Ratlosigkeit einen neuen Blick auf den »permanenten Aktivisten«, Sozialwissenschaftler, Brückenbauer und Querdenker.
Das Vorwort stammt von Europapolitiker Hannes Swoboda. Wegbegleiter und KZ-Überlebender Rudi Gelbard erinnert an das Denken und Handeln des oft unterschätzten linken Vor­kämpfers.

Erhältlich beim mandelbaum verlag um 24 Euro und auf Veranstaltungen von FLEISCHEREI_mobil (mit Ticket 30% ermäßigt.).

 

 

Buchveröffentlichung:

ANPASSUNG ODER WIDERSTAND

Freies Theater heute. Vom Verlust der Vielfalt

EVA BRENNER (HG.) 


ISBN 978-3-85371-364-8, br., Fotos, ca. 240 Seiten, ca. 19,90 Euro

Mit Beiträgen von: Marlene Streeruwitz, Gerhard Ruiss, Ulf Birbaumer, Clemens K. Stepina, Walter Baier, Richard Schechner, Birgit Fritz, Hubsi Kramar, Ula Schneider, Josef Szeiler u. a.

Die engagierte Wiener Theatermacherin Eva Brenner versammelt namhafte AutorInnen zu einer kritischen Durchsicht der aktuellen kulturpolitischen Entwicklungen in der sogenannten „freien“ Theaterlandschaft Wiens. Der Fokus der Arbeit liegt auf den Jahren rund um die „Wiener Theaterreform“ 2003, die eine Trendwende herbeigeführt hat. Mit diesem Buch liegt die erste grundsätzliche Auseinandersetzung mit diesem kulturpolitischen Tabubruch vor, der 2013 von der Stadtregierung für „erfolgreich beendet“ erklärt wurde.

Die „Wiener Theaterreform“ mit ihrem Schlachtruf „Weniger ist mehr!“ markiert einen Paradigmenwechsel in der Wiener Kulturpolitik, die damit bewusst von einer basisdemokratisch orientierten Theaterlandschaft abrückte und eine (nicht offen deklarierte) neoliberale Umstrukturierung im Sinne einer postulierten Effizienzsteigerung durchführte. Strikte bürokratische Evaluierungs-, Controlling- und Ranking-Maßnahmen bestimmen seither das Terrain. Die traditionelle sozialdemokratische Vergabepolitik öffentlicher Gelder wurde mit dem Begriff „Gießkannenprinzip“ diskreditiert, Vielfalt und Partizipation durch die Förderung marktkonformer Produktionen ersetzt.

Hierarchische Reglements nach EU-europäischen Mustern führten zur Auflösung von Ensembles und Schließung von Theaterräumen. Dazu gehören auffällig viele kleinere, feministische, interkulturelle, nonkonformistische und basisorientierte Gruppen, die international aktiven, Festival-kompatiblen und post-dramatischer Ästhetik verpflichteten Formationen Platz machen mussten.

Mit der Umverteilung öffentlicher Fördermittel von unten nach oben haben – ähnlich wie in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung – ungehemmte Marktkräfte in der Domäne von Kunst und Kultur Einzug gehalten. Die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz bezeichnet dies in ihrem Vorwort als „Kulturrevolution von oben“.

„Anpassung oder Widerstand“ ist ein mutiges Buch, das die Debatten über den (Un-)Sinn neoliberaler Usurpation öffentlich-rechtlicher Räume in den Mittelpunkt stellt.

Artikel von Eva Brenner 2019

  • VS 2019-11 Seite 40-42.pdfVolksstimme 11/2019: Artikel von Eva Brenner „Theater der produktiven Widersprüche“, Erinnerungen an Heiner Müller367 K
  • Volksstimme 10.2019 Graf Zyx.pdfVolksstimme 10/2019 „Wir passen uns nicht an!“, Eva Brenner im Gespräch mit dem Künstlerpaar Inge Graf und Walter Zyx757 K
  • Volksstimme 09.2019 Gespraech mit Robert Sommer.pdfVolksstimme 09/2019 „Kunst ohne Angst“: Eva Brenner im Gespräch mit Robert Sommer über den Kulturort Perinetkeller und seine Geschichte801 K
  • Wie geht weiterleben VS 2019-06 Seite 38-39.pdfVolksstimme/Juni 2019: „Wie geht Weiterleben“, Filmbericht von Eva Brenner über den Dokumentarfilm „Über Weiterleben“256 K
  • VS 2019-05 SCREEN 41-42 .pdfVolksstimme Mai 2019: Artikel von Eva Brenner „Was ist so schlimm am Kapitalismus“, über Jean Ziegler in Wien am 19. 4. 2019240 K
  • VS-2019-03 Seite 37-39.pdfVolksstimme März 2019, Artikel Eva Brenner „Geschwiegen wurde zu lange“ über die Ausstellung „Stadt der Frauen“ im Unteren Belvedere1.6 M
  • VS 2019-02 Seite 39-41.pdfVolksstimme Februar 2019, Artikel von Eva Brenner „Das Ziel ist mir nichts, die Bewegung ist alles“ über Ihre Eindrücke zum 100jährigen Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.361 K
  • VS 2019-02 Seite 44-45.pdfVolksstimme Februar 2019, Artikel von Eva Brenner „Weiblicher Umsturz in der Kunst“ über den Dokumentarfilm „Sie ist der andere Blick“ der Cineastin Christiane Perschon238 K
  • VS 2019-04 SCREEN Interview Seite 10-12.pdfVolksstimme April 2019 „Mehr denn je braucht es eine neue Linkspartei“ Interview Eva Brenner mit Jolanta Bielskiene und Andrius Bielskis; Eva Brenner zu Besuch in Litauen 388 K

Artikel von Eva Brenner 2016 – 2018

Artikel von Eva Brenner 1998 – 2015