Performing community: Utopie-Projekt

„Dieses »Etwas«, das vor etwa zehn Jahren geschah werde ich also im Folgenden »das Verschwinden der Glühwürmchen« nennen.“

Pier Paolo Pasolini, Von den Glühwürmchen

 

TERMINE HERBST 2019

 

  Brechtliederabend „ Wer trägt die Spesen“,

  anschließend Publikumsdiskussion über Bertolt Brecht

  mit Kurt Palm, Margot Hruby, Eva Brenner

  Mi 23.10.2019, 19:00 / Perinetkeller (Perinetgasse 1, 1200 Wien)

 

Performance „Das Verschwinden der Glühwürmchen“ in diversen Bezirken:

- Do 24.10.2019, 19:30 / Perinetkeller (Perinetgasse 1, 1200 Wien)

- Fr 25.10.2019, 19:30 /Yogainstitut Dr. Schmida (Lehargasse 1, 1060 Wien)

- Di 29.10.2019, 19:00 / Amtshaus Wieden(Favoritenstr.18,1040 Wien)

 - Mi 30.u.Do 31.10.2019, 19:30/ Brick-5 (Herklotzgasse 21,1150 Wien);

 

Performance: „Vom Verschwinden der Glühwürmchen“

Die Idee

Ausgehend von Pasolinis Essay „Von den Glühwürmchen“ beleuchten wir Ideen und Konzepte sozialer, politischer und kultureller Utopie.

Grundlage bilden hierfür drei Texte der Autoren Herbert Marcuse, Bert Brecht sowie Pier Paolo Pasolini. Diese Texte treten, verkörpert, in Szenen gesetzt und kommentiert vom Ensemble und teilhabenden Publikum, in einen Dialog über die Möglichkeit einer Utopie für heute. Im Austausch mit den anderen Projekten – „Auf Achse“ und einem Lesekreis zu Paulo Freires „Pädagogik der Unterdrückten“ – wollen wir unsere Vorstellungen von Utopien abtasten und einen Prozess anstoßen, der aus den Konzepten dieser Vordenker neue Gedankenlinien hervorbringt.

Die Ensemblemitglieder nehmen, als Vertreter*innen der den Texten eigenen Gedanken mitsamt ihrer utopischen Sprache, Positionen in einer produktiven szenischen Auseinandersetzung ein, die dialektisch neue Pfade aufzeigen soll und so das utopische Potential heute aktivieren will.

Die Methode

Der kollektive Arbeitsprozess sowohl im Ensemble als auch in Kontakt mit dem teilhabenden Publikum, will langfristig und nachhaltig Wirkung zeigen. Die experimentelle Versuchsanordnung bringt – geleitet von der Frage Was ist politisches Theater heute? – die Konzepte soziokultureller Basisarbeit, die seit den 60er und 70er Jahren entwickelt wurden, im Angesicht heutiger Problematiken und Krisen in eine neue Form politischer und theatraler Arbeit.
Grundsteine dieser sind

Partizipation - Teilnahme unterschiedlicher sozialer und kultureller Zielgruppen
Integration - Synthese alternativer theaterpädagogischer und performativer Ansätze seit den 60er Jahren zu einer neuen Arbeitsform heute
Experiment - Fokus auf die gemeinsame Recherche, Erkenntnis und dem Austesten als Basis kollektiver Arbeit

Das Projekt ist damit nicht nur inhaltlich der Utopie gewidmet, sondern entwickelt auch mit seinen Prozessen – den Aufführungen gehen rund drei Monate Probenarbeit voraus – und der Methodik ein neuartiges, gewaltiges utopisches Potential, welches sich im Resultat – also der Aufführung – niederschlagen wird, aber auch nachhaltig produktive Diskursschleifen in der Community erzeugen will.

Konzept/ Regie/ Raum: Eva Benner (A/USA), Dramaturgie: Matthias Kreitner (A), Dramaturgie/Theaterpädagogik: Joschka Köck(D), Regieassistenz: Peter Alexander Kopciak (A), Performance: Michaela Adelberger (D), Raimund Brandner (A), Aurelia Burkhardt (CH), Mazen Muna (SR), Drazen Horvatic (SRB), Musik: Shantam (D), Technik: Richard Bruzek(A), Foto/Filmdokumentation: Rainer Berson (D), Auf Achse Straßentheater: Leitung: Edith Langer (A), KünstlerInnen Auf Achse: Mussa Babapatl (NIG), David Jarju (GM), Sakina Teyna (KUR), Margot Hruby (A)u. weitere Personen in Anfrage. Workshops: Eva Brenner (A/USA), Martin Minarik (D), Joschka Köck (D), Margot Hruby (A), Eva Wallensteiner (A), Organisation: Andrea Munninger (A), Katharina Waltl(A), Leitung Lesekreis: Hilde Grammel (A), Lotte Kreissler (A)

 

Mai 2019:

Spielort: Brick-5, Herklotzgasse 21, 1150 Wien
Auf Achse - Straßentheater: Do, 23.5.2019 16:00 - 22:00
Performance: Premiere: Fr, 24.5., 19:30  Weitere 4 Aufführungen: So, 26.5. - Mi, 29.5.2019, 19:30