„ Flüchtlinge – Wer hat da die Krise?“

Gespräch mit Katerina Anastasiou

Während sich die in Österreich gestellten Asylanträge seit 2015 von 88.000 auf 13.000 verringert haben, bildet die Flüchtlingspolitik noch immer das Hauptthema, an dem sich die Regierung abarbeitet. Keine Woche vergeht, an dem der Innenminister nicht mit einem Vorschlag vorprescht, um die Lage der in Österreich lebenden Flüchtlinge zu verschlechtern. Die Verächtlichmachung der verwundbarsten Gruppen der Gesellschaft ist indes keine österreichische Besonderheit, sondern charakterisiert die Politik der radikalen Rechten in ganz Europa.

Zu wenig Aufmerksamkeit wird der Frage geschenkt, wie dieser politische und atmosphärische Druck von Migrant_innen erlebt wird. Darüber und über Versuche, erlittene Traumata zu verarbeiten, diskutieren Eva Brenner und Walter Baier mit Katerina Anastasiou, die im Rahmen des Netzwerks transform! europe Projekte zum Thema Migration leitet und sich als Aktivistin in europäischen Solidaritätsnetzwerken engagiert.

Katerina Anastasiou (Aikaterini Anastasiou) ist gebürtige Griechin und kam im Alter von 20 Jahren nach Wien, wo sie seither lebt und arbeitet.