„Geschwisterlichkeit“ Christ_innen und Kommunist_innen im Kampf gegen den Nationalsozialismus

Gespräch mit Schwester Dr. Ruth Beinhauer

Sr. Maria Restituta Kafka 1894 – 1943) mit dem bürgerlichen Namen Helene Kafka, war eine österreichische Ordens- und Krankenschwester und Märtyrerin, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus den Machthabern widersetzte. Sie wurde am 30. März 1943 gemeinsam mit neun kommunistischen Widerstandskämpfern im Wiener Landesgericht hingerichtet. Papst Johannes Paul II. sprach Sr. M. Restituta 1998 selig. Eine von Alfred Hrdlicka gestaltete Büste in der Barbara-Kapelle des Stephansdoms ist ihrem Andenken gewidmet.

Wer war Schwester Restituta? Wie kam es zur ungewöhnlichen, geschwisterlichen Aktionseinheit von christlichen mit kommunistischen Widerstandskämpfer_innen? Haben dabei Frauen eine herausragende Rolle gespielt? Für nichtgläubige Menschen ist das politische Engagement von Christ_innen möglicher Weise schwer nachzuvollziehen. Worin besteht die spezielle Motivation, vielleicht auch Verpflichtung von Christ_innen zum Widerstand gegen als solche erkannte Unrechtszustände?
Wie hat sich das Verhältnis von Glauben und Politik durch das Pontifikat Franziskus‘ verändert? Was sind die wichtigsten sozialen Botschaften Franziskus?

Über diese Fragen sprechen Eva Brenner und Walter Baier mit Schwester Dr. Ruth Beinhauer.
Sie gehört dem Orden der Franziskanerinnen von der göttlichen Liebe an und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Leben der Schwester Restituta.
Sr. Ruth Beinhauer ist Mitglied des Vorstands des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands.